Erbdrostenhof in Münster an der Salzstraße
Barockes Adelspalais in Münsters Altstadt

Erbdrostenhof

Eines der bedeutendsten Baudenkmäler Münsters: Das spätbarocke Stadtpalais von Johann Conrad Schlaun an der Salzstraße.

Foto: Dietmar Rabich / Wikimedia Commons – CC BY-SA 4.0
1753–1757 Bauzeit des Erbdrostenhofs
Johann Conrad Schlaun Architekt des Palais
Salzstraße 38 48143 Münster

Ein besonderes Bauwerk Münsters

Der Erbdrostenhof ist eines der bedeutendsten Baudenkmäler aus der Barockzeit in Münster. Das Stadtpalais wurde von Johann Conrad Schlaun zwischen 1753 und 1757 im Auftrag des Erbdrosten Adolph Heidenreich Freiherr Droste zu Vischering errichtet.

Die ungewöhnliche Lage auf einem rechteckigen Grundstück führte zu der charakteristischen geschwungenen Fassade. Gemeinsam mit der Clemenskirche und der Dominikanerkirche bildet der Erbdrostenhof die sogenannte Barockinsel im Herzen der Stadt.

Heute
Der LWL nutzt Teile des Gebäudes als Dienstgebäude. Im Festsaal finden gelegentlich kulturelle und repräsentative Veranstaltungen statt.

Geschichte

Der Erbdrostenhof entstand in den Jahren 1753 bis 1757. Auftraggeber war der Erbdroste Adolph Heidenreich Freiherr Droste zu Vischering. Das Palais diente der Familie als repräsentativer Adelssitz in der Stadt.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Erbdrostenhof schwer beschädigt. Die historische Freskomalerei des Festsaals ging dabei verloren.

Der Festsaal wurde zwischen 1965 und 1967 von Paul Reckendorfer neu gestaltet. Die Malereien im Treppenhaus wurden später ebenfalls wiederhergestellt.

Historische Musikinstrumente

Im Erbdrostenhof befindet sich eine bedeutende Sammlung historischer Musikinstrumente. Der große Festsaal ist bis heute das Glanzstück des Gebäudes.

Architektur

Schlauns Meisterwerk

Der Erbdrostenhof ist als französisch beeinflusste Dreiflügelanlage gestaltet. Die Kombination aus rotem Backstein und hellem Sandstein sowie die geschwungene Fassade verleihen dem Gebäude sein charakteristisches Erscheinungsbild.

Besonders eindrucksvoll sind das aufwendig gestaltete Eingangstor, der Ehrenhof, das repräsentative Treppenhaus und der Festsaal im ersten Obergeschoss.

Der Festsaal

Der Festsaal erstreckt sich durch den gesamten Mittelbau des Palais. Er ist mit einer aufwendig gestalteten Decke, Wandmalereien und einem großen Kronleuchter ausgestattet.

Heute wird der Saal unter anderem für klassische Konzerte, Preisverleihungen und Vorträge genutzt.

Besichtigung

Keine festen täglichen Öffnungszeiten
Das Foyer kann grundsätzlich besichtigt werden. Der Zugang hängt jedoch davon ab, ob gerade eine Veranstaltung stattfindet. Samstags, sonntags und an Feiertagen ist das Foyer geschlossen.

Führungen

Der Festsaal kann ausschließlich im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Führungen finden nicht regelmäßig statt, sondern können individuell angefragt werden.

Besonderer Termin: Tag des offenen Denkmals 2026
Am 13. September 2026 ist der Erbdrostenhof von 10:00 bis 16:30 Uhr geöffnet. Der Festsaal kann besucht werden; kostenlose Führungen finden ungefähr alle 30 Minuten statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Veranstaltungen

Der Festsaal wird gelegentlich für repräsentative, kulturelle und wissenschaftliche Veranstaltungen genutzt. Dazu gehören beispielsweise Konzerte, Vorträge und Preisverleihungen.

Wichtig
Eine private Nutzung des Erbdrostenhofs, beispielsweise für Hochzeiten oder Geburtstagsfeiern, ist laut LWL nicht vorgesehen. Auch private und kommerzielle Fotoshootings sind nicht gestattet.

Adresse & Route

Erbdrostenhof

Salzstraße 38
48143 Münster

Der Erbdrostenhof liegt mitten in der historischen Innenstadt von Münster.

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Kontakt

Ansprechpartner

Elke Lockenkötter
Telefon: 0251 591-5553

Dr. Nadja Zaynel
Telefon: 0251 591-6200

Passende Informationen

Stand der Informationen: September 2026. Öffnungszeiten und Besichtigungsmöglichkeiten können sich aufgrund von Veranstaltungen oder interner Nutzung des Gebäudes ändern.